In einer Souterrainwohnung in Hamburg sind Kellerasseln kein ungewöhnlicher Fund. Sie sitzen oft am Übergang von Wand zu Boden, hinter Kartons oder nahe einer undichten Terrassentür. Eine einzelne Assel bedeutet noch keinen Befall. Tauchen die Tiere aber immer wieder auf, lohnt sich die Suche nach Feuchtigkeit und Zugängen. Kellerasseln brauchen ein feuchtes Umfeld. Genau das macht sie zu einem Hinweis darauf, dass ein Raum, ein Abstellbereich oder ein Bauteil genauer geprüft werden sollte.
Für Menschen sind Kellerasseln in der Regel nicht gefährlich. Sie stechen nicht, übertragen in Wohnräumen normalerweise keine Krankheiten und greifen Vorräte nicht an. Trotzdem möchte niemand sie regelmäßig im Bad, in der Küche oder neben gelagerten Textilien sehen. Mit ein paar gezielten Schritten lässt sich oft klären, warum die Tiere hereinkommen und wie der Bereich dauerhaft trockener und dichter wird.
Warum Kellerasseln im Hamburger Souterrain auftauchen
Kellerasseln gehören biologisch zu den Krebstieren. Ihre Kiemenähnlichen Atemorgane funktionieren nur, wenn die Umgebung ausreichend feucht ist. Draußen leben sie unter Laub, Steinen, Töpfen, Holz oder in Beeten. In Hamburg finden sie besonders nach Regen, bei schattigen Innenhöfen und an feuchten Gebäudesockeln gute Bedingungen. Gelangen sie über Ritzen, Lichtschächte oder bodennahe Türen ins Haus, bleiben sie dort meist nur, wenn sie Feuchtigkeit und Verstecke finden.
In Souterrainwohnungen kommen mehrere Ursachen zusammen: Außenwände liegen teilweise im Erdreich, Räume werden seltener durchgelüftet und Möbel stehen oft dicht an kühlen Wänden. Kondenswasser, ein feuchter Kellerflur, ein undichter Ablauf oder ein voller Lichtschacht können das Problem verstärken. Asseln sind deshalb nicht automatisch der Auslöser eines Feuchteschadens. Sie machen ihn aber manchmal sichtbar.
Kellerasseln sicher erkennen
Eine Kellerassel ist flach, grau bis graubraun und deutlich gegliedert. Sie hat viele kleine Beine und bewegt sich eher langsam. Manche Arten können sich bei Störung teilweise zusammenrollen. Silberfischchen sehen anders aus: Sie sind schlanker, silbrig und haben drei lange Anhänge am Hinterleib. Auch Schaben werden gelegentlich verwechselt, sind aber flacher gebaut, haben lange Fühler und sollten bei einem Verdacht zeitnah fachlich eingeordnet werden.
Notieren Sie, wo und wann Sie Tiere finden. Ein Foto neben einem Gegenstand zur Größeneinordnung hilft bei der Bestimmung. Wichtig sind auch die Fundorte: Kommen die Asseln nur nach starkem Regen am Terrasseneingang vor? Oder sitzen sie täglich hinter der Waschmaschine? Dieses Muster sagt mehr aus als die Anzahl der Tiere an einem einzelnen Tag.
Die häufigsten Zugänge prüfen
Der erste Blick sollte nach draußen führen. Kontrollieren Sie Lichtschächte, Türschwellen, Kellerfenster, Kabeldurchführungen und Risse am Sockel. Laub, Erde und abgestellte Pflanzkübel direkt an der Hauswand halten Feuchtigkeit und bieten Asseln Deckung. Ein verschmutzter Lichtschacht kann außerdem Wasser stauen. In Mietwohnungen sollte die Hausverwaltung über Schäden an Außenbauteilen, undichte Fenster oder wiederkehrende Nässe informiert werden.
- Entfernen Sie Laub und nasses Material aus Lichtschächten und von Türschwellen.
- Halten Sie einen Abstand zwischen Außenwand und Kübeln, Holz oder dichtem Bewuchs.
- Prüfen Sie Dichtungen an Kellerfenstern und bodennahen Türen auf sichtbare Lücken.
- Lagern Sie Kartons, Papier und Textilien nicht direkt auf einem feuchten Boden.
- Melden Sie Wasserflecken, muffigen Geruch oder abblätternde Farbe frühzeitig an die Verwaltung.
Ritzen lassen sich erst sinnvoll abdichten, wenn klar ist, woher die Feuchtigkeit kommt. Wer einfach jede Öffnung verschließt, während ein Ablauf überläuft oder eine Dichtung defekt ist, behandelt nur das sichtbare Symptom. Bei Gebäuden mit gemeinschaftlichem Keller betrifft die Ursache manchmal mehr als eine Wohnung.
Feuchtigkeit im Raum senken, ohne zu übertreiben
Ein Hygrometer macht die Einschätzung leichter. Es zeigt, ob die Luftfeuchte über längere Zeit hoch bleibt. Stoßlüften kann helfen, wenn die Außenluft trockener ist als die Raumluft. An warmen, sehr feuchten Sommertagen ist langes Öffnen eines kühlen Kellerraums jedoch nicht immer sinnvoll, weil warme Luft an kalten Flächen kondensieren kann. Beobachten Sie deshalb Temperatur und Feuchte statt nach einem starren Lüftungsplan zu handeln.
Stellen Sie Schränke ein paar Zentimeter von kalten Außenwänden weg, damit Luft dahinter zirkulieren kann. Nasse Fußmatten, Wäsche oder undichte Pflanzgefäße gehören nicht in einen schlecht belüfteten Abstellraum. Ein Luftentfeuchter kann bei kurzfristig hoher Feuchte unterstützen. Er ersetzt aber keine Reparatur, wenn Wasser durch eine Wand, ein Fenster oder eine Leitung eindringt.
Was Sie gegen einzelne Asseln tun können
Einzelne Tiere können Sie mit Papier oder einem Glas aufnehmen und draußen in einen feuchten, geschützten Bereich setzen. Saugen ist ebenfalls möglich; den Behälter danach zeitnah außerhalb des Wohnbereichs leeren. Klebefallen zeigen zwar Laufwege, lösen aber kein Feuchte- oder Zugangsproblem. Von wahllos eingesetzten Sprays raten wir ab. Sie erreichen versteckte Tiere oft nicht, belasten aber die Raumluft und helfen nicht gegen neue Asseln von draußen.
Reinigen Sie vor allem die Stellen, an denen sich Feuchtigkeit und organisches Material sammeln: unter Regalen, an Bodenleisten, hinter Vorratskisten und in Lichtschächten. Bei sichtbarem Schimmel, anhaltendem Modergeruch oder einem nassen Wandbereich sollte zuerst die Ursache geklärt werden. Informationen zur fachliche Hilfe finden Sie auch bei Staubläuse in Hamburg.
Wann fachliche Hilfe sinnvoll ist
Wenn Kellerasseln über Wochen in mehreren Räumen auftreten, gleichzeitig andere Feuchteanzeichen sichtbar sind oder Sie die Tiere nicht sicher bestimmen können, ist eine Prüfung sinnvoll. SafeHome schaut auf Fundorte, mögliche Eintrittsstellen und die Bedingungen im Raum. Bei Bedarf lässt sich daraus eine Maßnahme ableiten, die auf die Tiere zielt und die Ursache berücksichtigt. Für Hamburg erreichen Sie den Service unter 01567 9682718.
Bei Mietobjekten ersetzt eine Schädlingskontrolle keine bauliche Instandsetzung. Dokumentieren Sie auffällige Stellen mit Fotos und Datum. Das hilft, wenn Verwaltung, Eigentümer oder Fachbetrieb die Ursache nachverfolgen müssen.
Häufige Fragen zu Kellerasseln im Souterrain
Sind Kellerasseln in der Wohnung gefährlich?
Nein. Kellerasseln sind für Menschen üblicherweise harmlos. Wiederkehrende Funde können aber auf zu viel Feuchtigkeit oder offene Zugänge hinweisen.
Kommen Kellerasseln aus dem Abfluss?
Meist kommen sie durch bodennahe Öffnungen, Lichtschächte oder Ritzen. Ein feuchter Bereich nahe einem Ablauf kann sie anziehen, der Abfluss selbst ist aber nicht automatisch die Quelle.
Hilft es, den Raum stärker zu heizen?
Heizen allein löst das Problem nicht. Entscheidend sind eine passende Luftfeuchte, ausreichende Luftzirkulation und die Beseitigung von Wassereintritt oder undichten Stellen.
Muss ich sofort einen Kammerjäger rufen?
Bei einem einzelnen Tier normalerweise nicht. Wiederkehrende Funde, unklare Insekten oder erkennbare Feuchteschäden sollten Sie jedoch nicht dauerhaft ignorieren.
