Kellerasseln im Haus – Ursachen, Gefahren und professionelle Bekämpfung
Kellerasseln sind eine der häufigsten Ursachen für ungebetene Gäste im Keller, in Feuchträumen und im Garten. Die kleinen grauen Krebstiere fühlen sich besonders in feuchten, dunklen Umgebungen wohl und können bei starkem Befall schnell zur Plage werden. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles über Kellerasseln, warum sie ins Haus kommen und wie Sie sie effektiv wieder loswerden.
Was sind Kellerasseln eigentlich?
Kellerasseln (Oniscidea) gehören nicht zu den Insekten, sondern zu den Krebstieren – genauer gesagt zu den Landasseln. Sie sind weltweit verbreitet und zählen zu den wenigen Krebstieren, die vollständig an das Landleben angepasst sind. Typischerweise werden Kellerasseln zwischen 10 und 18 Millimeter groß und haben einen grauen bis braunen, segmentierten Panzer.
Im Gegensatz zu vielen anderen Schädlingen sind Kellerasseln für Menschen und Haustiere weitgehend harmlos. Sie übertragen keine Krankheiten und beißen nicht. Dennoch können sie bei massenhaftem Auftreten Schäden an Pflanzen verursachen und werden im Haus als äußerst unangenehm empfunden.
Warum kommen Kellerasseln ins Haus?
Der Hauptgrund für Kellerasseln im Haus ist Feuchtigkeit. Diese Tiere benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit, da sie über Kiemen atmen und schnell austrocknen würden. Typische Eintrittspforten und Aufenthaltsorte sind:
- Feuchte Keller und Kriechkeller: Besonders alte Gebäude mit unzureichender Kellerisolierung
- Undichte Stellen: Ritzen in Fundamenten, lose Kellerfenster, Türschwellen
- Blumentöpfe und Kompost: Von außen eingeschleppt durch Gartenarbeit
- Laub- und Holzhaufen: Direkte Nähe zum Haus bietet ideale Lebensbedingungen
- Abflussrohre und Siphons: Feuchte Rohrleitungen als Einfallstore
Ein Befall deutet fast immer auf ein Feuchtigkeitsproblem hin, das langfristig behoben werden muss.
Kellerasseln erkennen – So unterscheiden Sie sie von anderen Schädlingen
Kellerasseln sind relativ einfach zu identifizieren:
- Größe: 10–18 mm, ovaler Körper
- Farbe: Grau bis braun, manchmal mit helleren Flecken
- Panzer: Deutlich segmentiert, wirkt wie eine kleine Rüstung
- Beine: 14 Beine (7 Paare), gut sichtbar bei näherer Betrachtung
- Verhalten: Rollen sich bei Störung zusammen (Kugassel) oder flüchten schnell ins Dunkle
- Aktivität: Hauptsächlich nachtaktiv, tagsüber versteckt
Sind Kellerasseln gefährlich?
Für Menschen und Haustiere stellen Kellerasseln keine direkte Gefahr dar. Sie:
- Übertragen keine Krankheiten
- Beißen oder stechen nicht
- Verursachen keine allergischen Reaktionen
Indirekte Probleme können jedoch entstehen:
- Pflanzenschäden: Im Garten fressen Kellerasseln junge Triebe, Wurzeln und verrottendes Pflanzenmaterial
- Feuchtigkeitsindikator: Ein Befall zeigt oft versteckte Feuchtigkeitsschäden an, die Bausubstanz gefährden können
- Hygiene: Massenhaftes Auftreten wird als unhygienisch und ekelerregend empfunden
Hausmittel gegen Kellerasseln – Was wirklich hilft
Bei leichtem Befall können Sie zunächst folgende Maßnahmen ergreifen:
1. Feuchtigkeit reduzieren
Dies ist die wichtigste Maßnahme. Lüften Sie regelmäßig, verwenden Sie Luftentfeuchter und beheben Sie undichte Stellen. Ein trockener Keller ist der beste Schutz.
2. Einfallstore verschließen
Dichten Sie Ritzen im Mauerwerk ab, installieren Sie Türdichtungen und überprüfen Sie Kellerfenster auf Lücken.
3. Barrieren schaffen
Streuen Sie Kupferband, Kieselgur oder Salz an Eintrittsstellen. Diese Materialien sind für Kellerasseln unangenehm zu überqueren.
4. Fallen aufstellen
Ausgehöhlte Kartoffeln oder Zitrusfrüchte können als Köder dienen. Die Asseln sammeln sich darin und können am Morgen einfach entsorgt werden.
5. Garten pflegen
Entfernen Sie Laubhaufen, Holzstapel und Kompost aus der unmittelbaren Hausnähe. Halten Sie die perimeterzone trocken und frei von Versteckmöglichkeiten.
Wann Sie einen Profi benötigen
Hausmittel stoßen bei starkem oder wiederkehrendem Befall an ihre Grenzen. Ein professioneller Kammerjäger ist sinnvoll, wenn:
- Die Asseln massenhaft auftreten
- Der Befall trotz eigener Maßnahmen zurückkehrt
- Versteckte Feuchtigkeitsquellen vermutet werden
- Schnelle, diskrete Lösung benötigt wird
Professionelle Schädlingsbekämpfer wie SafeHome verfügen über spezielle Mittel und Methoden, die Kellerasseln nachhaltig eliminieren. Zudem wird die Ursache des Befalls analysiert und behoben – nicht nur die Symptome.
Kosten der professionellen Kellerasseln-Bekämpfung
Die Kosten für eine professionelle Bekämpfung hängen von mehreren Faktoren ab:
- Befallsstärke: Leichter Befall ist schneller und günstiger zu behandeln
- Betroffene Fläche: Keller, ganze Etagen oder nur einzelne Räume
- Ursachenbekämpfung: Feuchtigkeitssanierung kann zusätzliche Kosten verursachen
- Anfahrt: Entfernung zum Dienstleister
Als grobe Orientierung liegen die Kosten für eine Erstbehandlung zwischen 80 € und 250 €. Bei komplexen Fällen mit Feuchtigkeitsanalyse und Folgebehandlungen können Gesamtkosten von 300 € bis 500 € entstehen. Eine genaue Kostenschätzung erhält man nach einer Vor-Ort-Begutachtung.
Vorbeugung – So vermeiden Sie zukünftigen Befall
Nach erfolgreicher Bekämpfung sollten Sie folgende präventive Maßnahmen ergreifen:
- Regelmäßiges Lüften: Stoßlüften statt Dauerlüftung
- Luftfeuchtigkeit kontrollieren: Ideal sind 40–60 % relative Luftfeuchtigkeit
- Regenwasser ableiten: Dachrinnen und Fallrohre regelmäßig reinigen
- Abstand zum Haus: Mindestens 30 cm zwischen Erdreich und Mauerwerk frei halten
- Keller trocken halten: Bei Bedarf Entfeuchter oder Bautrockner einsetzen
Fazit: Kellerasseln effektiv bekämpfen und vorbeugen
Kellerasseln sind zwar harmlos, aber ein deutliches Warnsignal für Feuchtigkeitsprobleme. Mit der richtigen Kombination aus Feuchtigkeitsreduktion, mechanischen Barrieren und bei Bedarf professioneller Hilfe werden Sie die Plage nachhaltig los. Zögern Sie nicht, bei anhaltendem Befall einen Fachmann zu kontaktieren – dies spart langfristig Zeit, Kosten und Nerven.
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