Wenn sich unter der Spüle kleine graue bis braune Tierchen sammeln, denken viele zuerst an einen Insektenbefall. Kellerasseln sind aber keine Insekten, sondern Krebstiere. Sie brauchen Feuchtigkeit und versteckte Rückzugsorte. Genau deshalb tauchen sie in Stuttgart häufig dort auf, wo ein Siphon, ein Zulaufschlauch oder eine Fuge im Unterschrank dauerhaft etwas feucht hält. Der Fund ist unangenehm, sagt aber noch nicht automatisch etwas über die Sauberkeit der Küche aus.
Einzelne Kellerasseln können durch einen Spalt hereinkommen. Wenn jedoch jeden Morgen mehrere Tiere im Schrank sitzen, lohnt sich eine systematische Prüfung. Es geht weniger darum, möglichst schnell Spray einzusetzen. Entscheidend ist, warum der Bereich für die Tiere attraktiv geworden ist und wo der Zugang liegt. Wer die Ursache findet, hat meist deutlich länger Ruhe als mit einer kurzfristigen Behandlung der sichtbaren Tiere.
Kellerasseln unter der Spüle sicher erkennen
Kellerasseln haben einen flach wirkenden, deutlich gegliederten Körper und mehrere Beinpaare. Die meisten Arten bewegen sich zügig am Boden und suchen bei Licht sofort Deckung. Einige können sich bei Störung teilweise zusammenrollen, andere nicht. Sie sitzen oft an der hinteren Schrankwand, neben Rohrdurchführungen oder unter einem feuchten Lappen. Silberfischchen sind schlanker und haben drei auffällige Schwanzfäden. Schaben wirken dagegen meist länglicher, haben lange Fühler und sind ein ernstzunehmender Hinweis, der anders bewertet werden muss.
Für Kellerasseln sind Küchenreste nicht der Hauptgrund. Sie fressen vor allem abgestorbenes Pflanzenmaterial und organische Reste. In der Wohnung bleiben sie dort, wo die Luft feucht ist und sie sich verstecken können. Unter der Spüle reichen manchmal Kondenswasser am Kaltwasserrohr, ein langsam tropfender Anschluss oder eine feuchte Pappe, die dort gelagert wurde. Gerade in dicht bebauten Stadtteilen mit älteren Gebäuden können zusätzlich Fugen an Außenwänden oder Leitungsdurchführungen eine Rolle spielen.
Die Ursache im Unterschrank Schritt für Schritt prüfen
Räumen Sie den Schrank zunächst leer. Nehmen Sie Müllbeutel, Putzmittel, Schwämme und Kartons heraus, damit die Rückwand und der Boden frei sichtbar sind. Legen Sie ein trockenes Küchenpapier aus und prüfen Sie nach einigen Stunden, ob sich Feuchtigkeit zeigt. Ein frischer Wasserfleck unter dem Siphon oder am Eckventil ist ein klarer Anlass, die Verbindung fachgerecht abdichten zu lassen. Drehen Sie dabei keine Verschraubung mit Gewalt nach, wenn Sie nicht sicher sind, welches Teil betroffen ist.
Sehen Sie sich die Rohrdurchführungen an. Zwischen Rohr und Schrankwand bleiben oft kleine Lücken. Auch ein Spalt an der Sockelleiste oder eine offene Fuge zur Wand kann als Laufweg dienen. Die Abdichtung sollte erst erfolgen, wenn der Bereich trocken und sauber ist. Bei einer Mietwohnung ist ein Foto vom Fundort und von sichtbarer Feuchtigkeit sinnvoll. So lässt sich gegenüber der Hausverwaltung klar beschreiben, ob ein bauliches oder ein Sanitärproblem geprüft werden muss.
Kontrollieren Sie außerdem, ob der Unterschrank an einer Außenwand liegt oder ob daneben ein Hauswirtschaftsraum, Kellerzugang oder Balkonanschluss ist. Kellerasseln kommen normalerweise nicht aus dem Abfluss. Wenn sie direkt neben der Spüle auftreten, ist der Bereich aber oft feuchter als gedacht. Ein kurzer Kontrollgang im angrenzenden Raum kann die Suche deutlich verkürzen.
Was Sie selbst tun können und was besser bleibt
Entfernen Sie nasse Pappe, feuchte Tücher und organische Reste aus dem Schrank. Wischen Sie Boden und Rückwand trocken und lassen Sie die Tür für einige Zeit offen. Ein saugfähiges Tuch hilft bei kleinen Restmengen Wasser, ersetzt aber keine Reparatur bei einem Leck. Stellen Sie Reinigungsmittel nicht direkt auf feuchten Kartons ab. Kunststoffschalen oder ein leicht zu reinigender Einsatz machen die nächste Kontrolle einfacher.
Auf Insektenspray im Küchenschrank sollten Sie verzichten. Es löst weder einen Wasserschaden noch einen offenen Zugang und kann in einem Bereich landen, in dem Geschirr oder Lebensmittel aufbewahrt werden. Auch stark duftende Hausmittel vertreiben einzelne Tiere allenfalls kurzfristig. Wenn der Unterschrank trocken ist, Zugänge geschlossen sind und dennoch regelmäßig Kellerasseln auftauchen, sollte der Verlauf dokumentiert und fachlich eingeordnet werden.
Wann professionelle Hilfe sinnvoll ist
Hilfe ist sinnvoll, wenn die Tiere trotz trockener Umgebung und abgedichteter Zugänge über Wochen wiederkommen, mehrere Räume betroffen sind oder nicht sicher ist, ob es wirklich Kellerasseln sind. SafeHome prüft den Befund vor Ort und trennt Feuchte-, Zugangs- und Schädlingsursachen sauber voneinander. Für Stuttgart erreichen Sie uns unter 01567 9682718.
So bleibt der Bereich unter der Spüle trocken
Kontrollieren Sie Siphon und Anschlüsse nach dem Putzen oder nach einer schweren Beladung des Schranks. Kleine Tropfen werden häufig erst sichtbar, wenn sich Staub oder Kalkspuren bilden. Einmal pro Monat genügt meist ein Blick mit Taschenlampe in die hinteren Ecken. Wenn ein Geruch nach Feuchte bleibt, obwohl alles trocken aussieht, kann eine verdeckte Undichtigkeit oder ein feuchter Hohlraum dahinterliegen.
Lagern Sie keine Vorräte direkt im Unterschrank. Neben dem Risiko durch Reinigungsmittel ist dieser Platz wegen möglicher Feuchtigkeit ungünstig. Wer dort Müllbeutel aufbewahrt, sollte die Packung in einer glatten Box lagern und den Boden frei lassen. In Häusern mit Kellerzugang können auch Türdichtungen und Sockelbereiche zur saisonalen Kontrolle gehören. Hinweise zu anderen kleinen Feuchtebewohnern finden Sie im Ratgeber zur Silberfischchenbekämpfung.
Häufige Fragen zu Kellerasseln unter der Spüle
Sind Kellerasseln in der Küche gefährlich?
Kellerasseln stechen oder beißen nicht. In der Küche sollten sie trotzdem nicht dauerhaft vorkommen, weil ihr Auftreten auf Feuchtigkeit oder einen offenen Zugang hinweisen kann.
Kommen Kellerasseln aus dem Abfluss?
Typischerweise nicht. Sie nutzen eher Fugen, Rohrdurchführungen oder Spalten. Feuchtigkeit am Siphon kann den Unterschrank jedoch als Versteck attraktiv machen.
Muss ich den Vermieter informieren?
Bei sichtbarer Feuchtigkeit, einem Defekt an Leitungen oder wiederkehrendem Auftreten in einer Mietwohnung ist eine schriftliche Meldung sinnvoll. Fotos und Daten helfen bei der Einordnung.
Wie schnell verschwinden Kellerasseln nach der Ursachenbehebung?
Wenn der Schrank trocken bleibt und Zugänge geschlossen sind, nimmt die Aktivität oft deutlich ab. Bleiben Tiere über längere Zeit sichtbar, sollte die Ursache erneut geprüft werden.
