Wie ein Wespennest unter die Terrasse kommt
Wespen bauen ihr Nest nicht ausschließlich an Dachbalken oder Rollläden. Vor allem die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe nisten gern im Boden und in Hohlräumen. Eine Terrasse mit Abstand zum Erdreich wirkt für sie wie ein natürlicher Eingang: hell, geschützt und trocken. Im Frühjahr sucht eine junge Königin genau so einen Ort. Sie kriecht unter die Dielen oder durch eine Fuge am Rand, findet eine kleine Erdkuhle und beginnt dort, ihr Nest aus zerkautem Holz zu bauen. Bis zum Hochsommer wächst daraus oft ein Nest von Faustgröße und größer.
Die Tiere beschädigen die Terrassendielen dabei nicht. Sie nagen nicht am Holz der Terrasse, sondern nutzen nur den Raum darunter. Der eigentliche Schaden entsteht, wenn man das Nest nicht erkennt und versehentlich in den Flugweg gerät. Deshalb lohnt es sich, unter Dielen und Hohlräumen kurz hinzusehen, bevor etwas gebaut oder verlegt wird.
Woran Sie das Nest unter den Dielen erkennen
Das deutlichste Zeichen ist ein ständiger Ein- und Ausflug an derselben Stelle. Beobachten Sie kurz vom Fenster aus, ohne sich dem Eingang zu nähern: Kommen die Tiere aus einer Ritze zwischen Dielen oder am Rand der Terrasse hervor? Tragen sie sichtbar Material oder Beute ein? Dann sitzt das Nest meist direkt darunter.
Weitere Hinweise sind eine erhöhte Wespenaktivität an warmen Tagen, einzelne Tiere, die knapp über dem Boden kreisen, und manchmal ein leises Summen, wenn Sie in Bodennähe sind. Im Gegensatz zu einem Nest unter dem Dach ist der Zugang hier oft schwer zu sehen. Achten Sie darauf, den Eingang nicht zu verstopfen. Verschließen Sie die Ritze nicht mit Silikon oder einem Brett, solange nicht sicher ist, ob noch Tiere im Nest sind. Eingeschlossene Wespen finden sonst einen neuen Ausweg, oft durch die Wand oder ins Haus.
Wespen unter der Terrasse: ruhig bleiben, nicht reizen
Wespen sind nicht angriffslustig, wenn man ihren Nistplatz in Ruhe lässt. Das Problem entsteht meist durch zu schnelles Handeln. Treten Sie nicht nah an den Eingang, machen Sie keine ruckartigen Bewegungen und schlagen Sie nicht nach den Tieren. Rasenmäher, Laubbläser und starke Vibrationen reizen die Kolonie ebenfalls. Für ein paar Wochen im Spätsommer heißt das: den Bereich um den Eingang meiden, Kinder und Haustiere fernhalten und vor allem nicht selbst in den Hohlraum greifen.
Einzelne fliegende Wespen müssen Sie nicht bekämpfen. Solange das Nest nicht direkt am Esstisch, am Spielplatz oder am Hauseingang liegt, ist meist kein Eingriff nötig. Viele Nester sterben im Herbst von selbst ab, wenn die Königin das Nest verlässt.
Selbst entfernen: Warum davon abzuraten ist
Bei einem Nest unter der Terrasse ist Selbsthilfe keine gute Idee. Der Eingang ist eng, die Tiere sitzen direkt im Boden und fühlen sich durch Vibrationen schnell bedroht. Gießt jemand Wasser in den Hohlraum oder sprüht Insektenspray hinein, reizt das die ganze Kolonie. Gestörte Wespen greifen im Umkreis von mehreren Metern an, und mehrere Stiche können gefährlich werden, vor allem für Allergiker, Kinder oder ältere Menschen. Auch das Hochheben von Dielen ist riskant, weil das Nest oft dort sitzt, wo man es nicht erwartet.
Hausmittel wie Essig, Zimt oder Nelkenöl vertreiben Wespen nicht zuverlässig. Sie belasten den Bereich höchstens kurz, verlagern den Flugweg aber eher, als dass sie das Nest beseitigen. Bei einem geschützten Boden- oder Hohlraumnest hilft nur ein gezielter, fachgerechter Eingriff.
Wann ein Fachbetrieb sinnvoll ist
Ein Kammerjäger sollte das Nest übernehmen, wenn es nah an Orten liegt, an denen Menschen essen, spielen oder arbeiten, oder wenn jemand im Haushalt allergisch auf Wespenstiche reagiert. Auch wer unsicher ist, ob es wirklich ein Wespennest ist und wo genau es sitzt, sollte sich früh fachlichen Rat holen. Ein Fachbetrieb findet den Eingang, öffnet die Dielen gezielt und entfernt das Nest samt Königin, ohne das umliegende Material zu beschädigen.
In Baden-Württemberg gilt: Nester der geschützten Hornisse und mancher anderer Arten dürfen nicht ohne Grund entfernt werden. Die häufigen Deutschen und Gemeinen Wespen sind nicht geschützt, trotzdem sollte die Entfernung überlegt und die Lage genau geprüft werden. Mehr darüber, wie sich Wespen im Haus überhaupt erkennen und einordnen lassen, beschreibt unser Ratgeber zu Wespen im Haus. In Stuttgart übernimmt der Wespen-Service für Stuttgart die Besichtigung und Entfernung.
Was die Entfernung unter der Terrasse kostet
Eine pauschale Summe gibt es nicht. Der Aufwand hängt von der Größe des Nests, der Zugänglichkeit unter den Dielen, dem Material der Terrasse und dem Arbeitsaufwand ab. Für ein einfaches Bodennest mit gutem Zugang liegt der Richtwert meist zwischen 80 und 200 Euro. Ist das Nest schwer erreichbar oder muss ein größerer Bereich geöffnet werden, können 150 bis 300 Euro zusammenkommen. Diese Zahlen sind eine unverbindliche Orientierung, kein Festpreis. Genauer wird es erst nach einer Besichtigung vor Ort.
Was SafeHome für Ihre Terrasse in Stuttgart tun kann
SafeHome Schädlingsbekämpfung schaut sich das Nest unter der Terrasse an, klärt die Art und die genaue Lage und bespricht mit Ihnen die schonendste Lösung. In Stuttgart und Umgebung erreichen Sie uns unter 015679682718. Bringen Sie ein Foto mit und notieren Sie, seit wann die Tiere fliegen. So lässt sich schnell einschätzen, ob ein Eingriff nötig ist und wie er ablaufen kann.
Häufige Fragen zu Wespen unter der Terrasse
Sind Wespen unter der Terrasse gefährlich?
Die Tiere selbst sind nicht aggressiv. Gefährlich wird es, wenn man den Nistplatz reizt und die Kolonie angreift, besonders für Allergiker.
Wie finde ich den Nesteingang?
Durch ruhiges Beobachten vom Fenster aus. Der Eingang ist die Stelle, an der die Tiere ständig ein- und ausfliegen.
Darf ich das Nest selbst entfernen?
Von Selbsthilfe ist abzuraten. Eingegossenes Wasser und Sprays reizen die Kolonie und führen zu Stichen. Bei geschützten Arten ist eine fachgerechte Prüfung nötig.
Was kostet die Entfernung eines Wespennests unter der Terrasse?
Je nach Zugang und Aufwand meist zwischen 80 und 300 Euro. Ein genauer Preis ergibt sich erst nach der Besichtigung vor Ort.
