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Schildläuse an Zimmerpflanzen in Köln: erkennen, unterscheiden und bekämpfen

Im Herbst und Winter fallen Schildläuse an Zimmerpflanzen besonders auf. Die Tiere sitzen oft fest an Blattunterseiten, in Blattachseln und an jungen Trieben und sind auf den ersten Blick leicht mit kleinen braunen oder grünen Unebenheiten zu verwechseln. Sieht man genauer hin, bemerkt man klebrige Blätter, schwarzen Belag oder Aufhellungen. Hier wird gezeigt, wie man Schildläuse erkennt, sie von anderen Schädlingen unterscheidet und mit Hausmitteln oder speziellen Präparaten bekämpft.

Was Schildläuse sind

Schildläuse gehören zur Überfamilie Coccoidea und damit zu den Pflanzenläusen. Mit einem Stechrüssel saugen sie den zuckerhaltigen Pflanzensaft. Weltweit sind mehrere tausend Arten bekannt. An Zimmerpflanzen spielen vor allem drei Gruppen eine Rolle: Napfschildläuse, Deckelschildläuse und Schmier- beziehungsweise Wollläuse.

Kennzeichnend ist der Schutzschild der Weibchen. Bei Napfschildläusen ist der gewölbte, oft braune Körper selbst der Schild; bei Deckelschildläusen besteht er aus Wachs und abgestreiften Larvenhäuten und lässt sich abheben. Dieser Schild macht die Tiere gegen viele Spritzmittel widerstandsfähig. Männchen sind kleiner, meist geflügelt und leben nur kurz. Weil sich viele Arten ohne Männchen vermehren, reicht schon ein einzelnes Weibchen, um eine neue Kolonie zu gründen.

Schadbild: klebrige Blätter, Rußtau und welke Triebe

Ein typisches Anzeichen ist der klebrige Honigtau. Vor allem Napfschildläuse, Wollläuse und andere weichhäutige Arten scheiden ihn aus, während sie saugen. Deckelschildläuse saugen hauptsächlich am Zellgewebe, hinterlassen wenig Honigtau und zeigen vor allem helle, gelbliche Saugstellen. Der Honigtau legt einen dünnen, klebrigen Film auf Blätter, Fensterbänke und Möbel. Darauf siedeln sich häufig Rußtaupilze an, die einen schwarzen, rußartigen Belag bilden und der Pflanze Licht wegnehmen.

Zusätzlich entziehen die Tiere der Pflanze Saft. Bei starkem Befall vergilben die Blätter, junge Triebe verkümmern, das Wachstum stockt und die Pflanze wirft Blätter ab. Einzelne Arten geben außerdem Stoffe ins Gewebe ab, die Verformungen auslösen können. Ohne Gegenmaßnahmen wird eine Zimmerpflanze über Monate so stark geschwächt, dass sie abstirbt.

Warum der Befall im Herbst und Winter zunimmt

Zimmerpflanzen stehen im Winter unter anderen Bedingungen als im Sommer. Warme, trockene Heizungsluft schwächt die Pflanzen, ihr Wachstum verlangsamt sich, und in der beheizten Wohnung können sich Schildläuse das ganze Jahr über weitervermehren. Hinzu kommt, dass die Tiere mit neu gekauften Pflanzen oder beim Hereinholen von Balkon- und Terrassenpflanzen eingeschleppt werden. Sie sitzen gern in Blattachseln, an der Blattunterseite entlang der Mittelader oder direkt am Stamm. Neue Pflanzen sollte man deshalb zunächst getrennt stellen und kontrollieren.

Schildläuse von Wollläusen, Blattläusen und Spinnmilben unterscheiden

Nicht jeder klebrige Belag stammt von Schildläusen. Wollläuse sind Schmierläuse (Pseudococcidae) und gehören wie die übrigen Schildläuse zur Überfamilie Coccoidea. Spinnmilben sind dagegen Milben und damit keine Insekten. Blattläuse erzeugen ebenfalls Honigtau, sitzen aber im Gegensatz zu Schildläusen frei und beweglich auf den Trieben. Die folgende Übersicht hilft bei der Einordnung.

MerkmalSchildläuseWollläuseSpinnmilben
Aussehenbraune oder grüne Schildchen, fest am Gewebeweiße, watteartige Gespinstesehr kleine helle Pünktchen, feine Fäden
Sitzplatzunbeweglich an Blatt, Stamm und BlattachselBlattachseln, Triebspitzen, oft auch Wurzelnvor allem Blattunterseite
Honigtaubei Napfschildläusen ja, bei Deckelschildläusen kaumja, klebrige Blätternein, aber feine Spinnfäden
Typischer Zeitpunkttrockene Heizungsluft, ganzjährig in der Wohnungwarme, trockene Standortebei Hitze und Trockenheit

Was gegen Schildläuse hilft: Hausmittel und Präparate

Schildläuse lassen sich in vielen Fällen wirksam eindämmen, wenn der Befall früh erkannt wird und die Behandlung über mehrere Wochen konsequent durchgeführt wird. Wichtig ist, den Schutzschild zu durchdringen, denn er schützt die Tiere wie ein Regenschirm. Bei allen Präparaten gilt: nur in gut belüfteten Räumen einsetzen, Kinder und Haustiere fernhalten und an Kräutern sowie Obstpflanzen die angegebenen Wartezeiten beachten.

Pflanze isolieren und kontrollieren

Stellen Sie die befallene Pflanze getrennt von anderen auf. Kontrollieren Sie in den folgenden zwei bis drei Wochen alle Nachbarpflanzen auf Schildchen, Honigtau und Rußtau. Ein Befall wird häufig erst sichtbar, wenn er bereits fortgeschritten ist.

Mechanisch abwischen und abspülen

Bei leichtem Befall hilft es, die Tiere mit einem Wattestäbchen abzuwischen, das mit verdünntem Isopropanol (etwa 50 bis 70 Prozent) getränkt ist. Probieren Sie das Mittel zuerst an einer kleinen Blattstelle aus, weil empfindliche Pflanzen reagieren können, und setzen Sie die Pflanze danach nicht direkter Sonneneinstrahlung aus. Anschließend die Pflanze lauwarm abspülen, am besten über der Badewanne und mit abgedecktem Topf, damit das Substrat nicht durchnässt wird. Abgestorbene Blätter und stark befallene Triebe können Sie zurückschneiden.

Kaliseife und Ölpräparate

Kaliseife- und Ölpräparate wirken vor allem über Benetzung und Ersticken der Tiere. Setzen Sie Kaliseife nach Packungsangabe mit Wasser an und benetzen Sie alle Pflanzenteile, auch die Blattunterseite. Weil der Schild die Tiere schützt, sind meist mehrere Anwendungen im Abstand von etwa einer Woche nötig. Verwenden Sie nur zugelassene Präparate und halten Sie sich an die Packungsangaben.

Neem- und Azadirachtin-Präparate

Neem- und Azadirachtin-Präparate wirken als Wachstumsregler. Sie stören vor allem die Entwicklung der Larven und damit die nachfolgenden Generationen; erwachsene, schildtragende Weibchen werden kaum erreicht. Auch hier gilt: nur für den Anwendungsort zugelassene Mittel verwenden und mehrfach anwenden.

Nützlinge und Pflanzenschutzmittel

Nützlinge wie Schlupfwespen oder räuberische Käfer gegen Schildläuse brauchen konstante Bedingungen und eignen sich eher für Gewächshaus oder Wintergarten als für die Wohnung. Pflanzenschutzmittel müssen für Innenräume zugelassen sein; einige Wirkstoffe dürfen hier gar nicht angewendet werden. Prüfen Sie vor dem Einsatz die Zulassung.

Wann ein Fachbetrieb sinnvoll ist

Wenn der Befall groß ist, mehrere Pflanzen betrifft oder trotz mehrerer Behandlungen zurückkehrt, wird die Sache aufwändig. Ein Fachbetrieb kann Ursache und Ausmaß eingrenzen, die passende Behandlungsmethode wählen und eine Nachkontrolle einplanen. In Köln und Umgebung übernimmt Schädlingsbekämpfung in Köln durch SafeHome solche Einsätze. Im Haus- und Kleingarten beginnen die Kosten bei 189 Euro; Aufwand, Größe und Zahl der Pflanzen bestimmen den Endpreis nach einer Vor-Ort-Besichtigung.

Vorbeugung gegen Schildläuse

  • Neue Pflanzen zwei bis drei Wochen getrennt stellen und in dieser Zeit kontrollieren.
  • Blattunterseiten, Blattachseln und den Stamm regelmäßig auf Schildchen und Honigtau prüfen.
  • Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit, zum Beispiel mit Wasserschalen, Besprühen der Blätter oder einem Luftbefeuchter, weil trockene Heizungsluft die Pflanzen schwächt und Schädlingsbefall begünstigt.
  • Pflanzen nicht zu gedrängt stellen und Staub auf den Blättern entfernen.
  • Nach dem Umtopfen und nach einem Standortwechsel erneut kontrollieren.

Wer früh kontrolliert und befallene Pflanzen sofort trennt, hält den Befall meist klein. Bei hartnäckigen Fällen lohnt sich zusätzlich der Blick auf ähnliche Schädlinge wie Wollläuse an Zimmerpflanzen, Spinnmilben an Zimmerpflanzen oder Blattläuse an Zimmerpflanzen, weil sich die Behandlung unterscheidet.

Häufige Fragen zu Schildläusen

Sind Schildläuse für Menschen gefährlich?

In der Regel nicht. Schildläuse saugen ausschließlich an Pflanzen und stechen oder beißen Menschen nicht. Klebrig und lästig ist vor allem der Honigtau. Auf verschimmeltem Honigtau können sich Pilze ansiedeln, deshalb befallene Blätter und Fensterbänke feucht abwischen.

Woran lassen sich Schildläuse erkennen?

Typisch sind fest sitzende, braune oder grüne Schildchen, die sich nur schwer abwischen lassen. Dazu kommen klebriger Honigtau, ein schwarzer Rußtaubelag und heller werdende Blattpartien. Bei Unsicherheit hilft eine Begutachtung durch einen Fachbetrieb.

Reicht Abwischen allein aus?

Bei leichtem Befall kann Abwischen und Abspülen schon viel bewirken. Bei größerem Befall sollte man es mit Benetzung, mehrfachen Behandlungen und konsequenter Kontrolle kombinieren.

Warum kommen die Schildläuse immer wieder?

Der Schild schützt die Tiere, die Generationen überlappen sich, und über neue Pflanzen werden immer wieder Tiere eingeschleppt. Deshalb wirkt eine einzelne Behandlung selten dauerhaft.

Welche Zimmerpflanzen sind besonders betroffen?

Häufig betroffen sind Zitruspflanzen, Orchideen, Ficus-Arten, Palmen, Efeutute und Schefflera. Grundsätzlich kann aber jede Zimmerpflanze mit weichen Blättern oder Trieben befallen werden.

Was kostet eine professionelle Behandlung?

Im Haus- und Kleingarten beginnen die Kosten bei 189 Euro. Größe, Aufwand und Zahl der betroffenen Pflanzen bestimmen den Endpreis nach einer Vor-Ort-Besichtigung.

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