Kleine silbrig glänzende Insekten, die im Keller beim Lichtanschalten sofort verschwinden? Meistens sind das Silberfischchen (Lepisma saccharina). Viele Mieter und Hausbesitzer erschrecken erst mal und denken an mangelnde Hygiene. Aber das stimmt nicht. Silberfischchen bedeuten nicht, dass es unsauber ist. Sie zeigen vor allem eins: zu viel Feuchtigkeit und zu wenig Durchzug. Die Tiere brauchen etwa 60 bis 90 Prozent Luftfeuchtigkeit und Temperaturen zwischen 15 und 30 Grad Celsius. Genau das finden sie in den meisten Kellern vor. Kein Wunder, dass sie in Berliner Kellern so oft auftauchen.
Berlin hat viele Altbauten und Gründerzeitgebäude. Die Keller dort sind oft feucht – altes Mauerwerk, veraltete Leitungen, Waschküchen und Abstellräume, die über die Jahre Nässe gezogen haben. Aber auch in Neubauten tauchen Silberfischchen auf, wenn die Keller unbeheizt und schlecht gelüftet sind. Die Tiere sind nachtaktiv und flink. Für Menschen und Haustiere sind sie völlig ungefährlich: Sie beißen nicht, stechen nicht und übertragen keine Krankheiten. Trotzdem richten sie Schäden an. Sie fressen Papier, Pappe, Kartons, stärkehaltige Textilien, Tapetenkleister und Etiketten. Wer nur die Tiere bekämpft, aber die Feuchtigkeit und den mangelnden Durchzug ignoriert, wird sie immer wieder haben. Schnelles und richtiges Handeln ist also wichtig.
Silberfischchen im Keller in Berlin erkennen – typische Anzeichen
Silberfischchen sind etwa 1 bis 1,5 Zentimeter lang, flügellos und haben einen silbrig glänzenden, schuppigen Körper. Sie sind nachtaktiv. Wenn man das Licht einschaltet, fliehen sie blitzschnell in Ritzen und Spalten. Meist sieht man sie nur für einen kurzen Moment. Typische Fundorte sind Kellermauern, der Bereich unter Regalen, Kartons, hinter alten Leitungen, Waschküchen, feuchte Ecken und die Nähe von Wasserrohren und Wasserzählern. Auch Abstellräume mit viel Papier sind beliebte Verstecke. Auf einen Befall deuten auch die Schäden hin: unregelmäßige Fraßspuren an Kartons, Pappe, Papier, Büchern, alten Dokumenten und stärkehaltigem Kleber. Dazu kommen feine Häutungsreste und kleine schwarze Kotspuren. Verwechslungen sind möglich. Kellerasseln sind dunkelgrau, segmentiert, haben mehr Beine und einen flacheren, rundlicheren Körper. Bei Berührung rollen sie sich teilweise zusammen. Papierfischchen haben ein deutlich längeres drittes Schwanzborstenpaar. Ofenfischchen bevorzugen wärmere und trockenere Bereiche. Wer unsicher ist, sollte die Tiere genauer beobachten oder einen Fachmann hinzuziehen.
Wo sich Silberfischchen im Keller verstecken
Silberfischchen verstecken sich an den unterschiedlichsten Orten – immer dort, wo es feucht ist und Nahrung lockt. Am häufigsten findet man sie hier:
- hinter und unter Regalen aus Holz oder Pappe
- in Kartons und Umzugskartons, die länger gelagert werden
- in feuchten Mauerfugen und Rissen im Mauerwerk
- im Bereich von Wasserleitungen, Heizungsrohren und Wasserzählern
- in Waschküchen und Trockenräumen
- in alten Kleidungskisten und stärkehaltigen Textilien
- in Papierstapeln, Ordnern und Archiven
Wer diese Stellen gezielt durchsucht, bekommt schnell einen Eindruck vom Ausmaß des Befalls. Dann lassen sich auch gleich erste Maßnahmen einleiten.
Ursachen für Silberfischchen im Keller in Berlin
Die Hauptursachen liegen in den Lebensbedingungen, die ein Keller eben bietet. An erster Stelle: zu hohe Luftfeuchtigkeit, begünstigt durch fehlenden oder mangelnden Durchzug. Dazu kommt Kondenswasser an kalten Außenwänden und Rohren. Auch undichte Stellen und aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk spielen eine Rolle. Pappe, Kartons, Papier und Kleidung im Keller sind für die Tiere gleichzeitig Nahrung und Versteck. Ein feuchter Keller mit viel Lagergut ist für sie geradezu einladend. In Berlin kommt die regionale Bausubstanz hinzu. Viele Altbauten und Gründerzeitgebäude in Stadtteilen wie Mitte, Prenzlauer Berg, Kreuzberg, Neukölln oder Schöneberg haben ungedämmte Wände und alte, feuchte Hauskeller. Die sind besonders anfällig. Aber auch in Neubauten in Lichtenberg, Pankow, Spandau oder Köpenick können Silberfischchen auftreten, wenn die Keller unbeheizt und schlecht gelüftet sind. Es kommt also weniger aufs Baujahr an als auf Feuchtigkeit und Belüftung.
Silberfischchen im Keller in Berlin bekämpfen – Schritt für Schritt
Silberfischchen loszuwerden braucht mehr, als nur die Tiere zu entfernen, die man sieht. Diese Schritte haben sich bewährt:
- Befall prüfen und befallene Stellen gezielt markieren, um den Umfang einzuschätzen
- Feuchtigkeit senken durch regelmäßiges Lüften, den Einsatz eines Luftentfeuchters und das Abdichten von undichten Stellen am Mauerwerk
- Nahrung entfernen, indem Pappe und Kartons reduziert und gelagerte Dinge in dichte Kisten umgelagert werden
- Ritzen und Spalten abdichten, um den Tieren die Verstecke zu nehmen
- bei starkem oder wiederkehrendem Befall einen professionellen Kammerjäger hinzuziehen
Bei leichtem Befall können einfache Hausmittel helfen – etwa eine Essig-Grundreinigung oder Entfeuchter. Das verringert die Population. Aber das ersetzt keine dauerhafte Abdichtung der Feuchtigkeitsquelle. Bei einem größeren oder immer wiederkehrendenden Befall reicht das meist nicht. Entscheidend ist, dass alle Maßnahmen zusammenwirken. Solange der Keller feucht ist und Nahrung herumliegt, kommen die Silberfischchen früher oder später zurück.
Vorbeugung – damit Silberfischchen nicht wiederkommen
Am besten ist es, gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Vorbeugung heißt: den Tieren die Lebensgrundlage entziehen. Kellerräume regelmäßig lüften und trocken halten, idealerweise unter 50 bis 55 Prozent Luftfeuchtigkeit. Pappe und Kartons sparsam lagern. Wertgegenstände und Kleidung besser in dichte Kunststoff-Boxen mit Deckel umschichten. So haben die Tiere weder Zugang zu Nahrung noch zu Verstecken. Wände und Ritzen sollte man regelmäßig prüfen und abdichten. Undichte Leitungen oder Kondenswasser an kalten Rohren müssen beseitigt werden. Wer ab und zu den Keller kontrolliert, merkt früh, wenn die Tiere zurück sind – bevor es schlimmer wird. Mit diesen Maßnahmen lassen sich Silberfischchen in den meisten Berliner Kellern dauerhaft fernhalten.
Weitere Ratgeber: Silberfischchen in der Küche – Berlin, Silberfische bekämpfen – Ratgeber und Kammerjäger Berlin.
Silberfischchen im Keller in Berlin: Wann ein Kammerjäger sinnvoll ist
Nicht gleich bei jedem Befall braucht man einen Fachmann. Aber in manchen Situationen ist professionelle Hilfe definitiv sinnvoll. Etwa wenn der Befall trotz Trockenlegung und Abdichtung immer wieder kommt. Oder wenn die Tiere schon in mehreren Räumen und in großer Zahl auftauchen. Auch wenn man unsicher ist, ob es wirklich Silberfischchen sind – vielleicht sind es ja Papierfischchen oder Kellerasseln – lohnt ein Blick vom Experten. Ein Kammerjäger ist ebenfalls ratsam, wenn mehrere Schädlinge gleichzeitig auftreten. Dann muss meist koordiniert vorgegangen werden.
Hier kommt der SafeHome-Kammerjäger-Service ins Spiel. SafeHome ist ein lokaler, zertifizierter Service und bietet Vor-Ort-Termine in Berlin an. Vor Ort wird die Situation genau begutachtet. Darauf aufbauend erfolgt eine gezielte Bekämpfung, die zum konkreten Befall und zur räumlichen Situation passt. Preisversprechen gibt es vorher keine – das wäre nicht seriös. Ein Kostenrahmen richtet sich immer nach dem tatsächlichen Aufwand, also nach der Größe des betroffenen Bereichs und dem Ausmaß des Befalls. Wer in Stadtteilen wie Wedding, Reinickendorf, Steglitz, Tempelhof, Charlottenburg oder Friedrichshain wohnt, findet mit SafeHome einen Ansprechpartner, der die örtlichen Gegebenheiten kennt. So lässt sich ein hartnäckiger Silberfischchen-Befall im Berliner Keller nachhaltig in den Griff bekommen.
Häufige Fragen zu Silberfischchen im Keller in Berlin
Sind Silberfischchen im Keller gefährlich?
Nein. Silberfischchen übertragen keine Krankheiten, stechen nicht und beißen nicht. Sie sind für Menschen und Haustiere ungefährlich. Der Grund zum Handeln ist eher der Schaden an gelagerten Dingen: Sie fressen Pappe, Kartons, Papier, Bücher und stärkehaltige Textilien. Ein Befall ist außerdem fast immer ein Hinweis auf Feuchtigkeit oder schlechte Belüftung im Keller.
Woher kommen Silberfischchen in den Berliner Keller?
Sie wandern meist über Risse im Mauerwerk, undichte Rohrdurchbrüche, Lüftungsschächte, Fugen oder offene Türen ein. Entscheidend ist die Umgebung: Hohe Luftfeuchtigkeit, schlechte Belüftung und gelagerte Pappe, Kartons oder Papier bieten ideale Bedingungen. Feuchte Hauskeller und alte Kellerräume in Berliner Altbauten kommen häufig vor, weshalb ein Befall dort keine Seltenheit ist.
Wie werde ich Silberfischchen im Keller wieder los?
Zuerst die Feuchtigkeit senken und die Nahrung entziehen: regelmäßig lüften, einen Luftentfeuchter aufstellen, Pappe und Kartons reduzieren, Dinge in dichte Behälter mit Deckel umlagern, Ritzen und Spalten abdichten. Bei einem leichten Befall reicht oft eine gründliche Reinigung und Trockenlegung. Hält der Befall an oder ist er großflächig, sollte ein Fachbetrieb die Bekämpfung übernehmen.
Wann sollte ich einen Kammerjäger rufen?
Wenn die Tiere trotz Trockenlegung und Abdichtung wiederkommen, wenn der Befall mehrere Räume oder große Bereiche des Kellers betrifft oder wenn unsicher ist, ob es wirklich Silberfischchen sind. Auch wenn gleichzeitig andere Schädlinge wie Papierfischchen oder Kellerasseln auftreten, lohnt eine fachliche Einschätzung, weil dann oft mehrere Ursachen zusammenwirken.
Was kostet die Bekämpfung von Silberfischchen im Keller in Berlin?
Eine pauschale Summe lässt sich ohne Besichtigung nicht seriös nennen. In der Regel liegt eine Erstinspektion vor Ort bei etwa 50 bis 120 Euro, eine gezielte Bekämpfung je nach Befallsausmaß, räumlicher Größe und nötigen Nachkontrollen meist zwischen etwa 180 und 500 Euro. Entscheidend sind Aufwand, Zugänglichkeit und Umfang des Befalls. Eine verbindliche Angabe gibt es erst nach der Einschätzung vor Ort.
