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Hornissen im Herbst: Warum das Volk jetzt endet und was mit dem Nest passiert


Hornissen im Herbst: Das Volk löst sich auf

Ab September wird es rund um ein Hornissennest stiller. Die Tiere, die den ganzen Sommer über emsig ein- und ausflogen, werden weniger, und wer genauer hinsieht, bemerkt große, dunkle Tiere neben kleineren, schlankeren. Dahinter steckt das Ende eines Zyklus, der im Frühjahr begonnen hat. Die Europäische Hornisse (Vespa crabro) lebt in einem einjährigen Staat. Im Herbst löst sich dieser Staat auf, und übrig bleiben nur die jungen Königinnen, die den Winter überleben wollen.

Für Hausbesitzer und Mieter tauchen genau jetzt die wichtigsten Fragen auf: Sterben die Hornissen wirklich? Muss das Nest weg? Und was ist mit der Asiatischen Hornisse, die in vielen Regionen gem? Dieser Beitrag ordnet ein, was im Herbst am Hornissennest passiert und wann Sie einschreiten sollten.

Sterben Hornissen im Herbst wirklich?

Ja, aber nicht alle. Mit dem Ende des Sommers bricht der Hornissenstaat auseinander. Die alte Königin, die im Frühjahr allein ein Nest gegründet hat, legt keine Eier mehr und stirbt meist schon im Spätsommer. Danach gehen auch die Arbeiterinnen zugrunde. Sie leben nur wenige Wochen und haben keine Aufgabe mehr, sobald keine Brut mehr versorgt werden muss. Die Männchen, die Drohnen, sterben nach der Paarung. Übrig bleiben allein die jungen, begatteten Königinnen. Sie sind die einzigen, die den Winter überleben.

Die Hornissen verschwinden im Herbst also nicht als Art. Sie überlebt in Gestalt der Jungköniginnen, während das Volk, das Sie im Sommer gesehen haben, tatsächlich endet. Deshalb ist ein Hornissennest im nächsten Jahr auch nicht wieder bewohnt.

Was machen Hornissen im Herbst?

Im Herbst verlagert sich die Aktivität. Statt Brutpflege stehen Paarung und Nahrungssuche im Vordergrund. Die jungen Königinnen verlassen das Nest, paaren sich und suchen anschließend ein frostfreies Winterquartier. Man findet sie dann einzeln in Totholz, hinter Rindenspalten, in Mauerspalten, in Holzstapeln, auf Dachböden, in Schuppen oder Gartenhäusern. Ihre Winterquartiere liegen fast

Die verbliebenen Arbeiterinnen fliegen weiter aus, solange es warm genug ist. Anders als im Hochsommer sieht man sie jetzt häufiger an süßen, überreifen Früchten, an Fallobst oder an austretendem Baumsaft.

Was fressen Hornissen im Herbst?

Hornissen sind Räuber. Sie erbeuten Fliegen, Mücken, Raupen und andere Insekten, aber auch Wespen und Bienen. Für die Aufzucht der Brut brauchen sie tierisches Eiweiß. Im Herbst, wenn keine Brut mehr zu versorgen ist, nutzen sie zusätzlich zuckerhaltige Nahrung: Fallobst, reife Früchte oder austretenden Baumsaft. An einem Bienenstand können Hornissen im Spätsommer und Herbst tatsächlich lästig werden, weil sie Bienen erbeuten.

Trotzdem ist die Hornisse kein Schädling. Sie vert Aus Sicht des Naturschutzes ist sie nützlich, und allein deshalb ist ein vorschnelles Vorgehen gegen sie die falsche Idee.

Wie lange leben und fliegen Hornissen noch?

Das Volk besteht dann nur noch aus Das Volk als Ganzes endet mit den ersten kräftigen Frösten, in der Regel im Oktober bis Anfang November; in milden Lagen können einzelne Tiere bis in den Spätherbst aktiv sein. Ab etwa 10 bis 12 Grad Celsius wird es still, unterhalb dieser Schwelle fliegen Hornissen kaum noch.

Hornissen sind vor allem tagsüber aktiv, am meisten am späten Vormittag und am Nachmittag. Sie fliegen aber auch in der Dämmerung und werden von Lichtquellen angezogen. Wenn Sie im Herbst abends eine Hornisse am Fenster sehen, ist das kein Zeichen für ein neues Nest.

Verlassen Hornissen im Herbst ihr Nest?

Ja. Die alte Königin stirbt, die Arbeiterinnen sterben, die Jungköniginnen wandern ab. Zurück bleibt ein leeres Nest. Es besteht aus zerkauten Holzfasern, die mit Speichel verklebt wurden, ist graubraun und papierartig. Im Gegensatz zum gelblichen Wespennest fällt es durch seine Größe auf: Ein Hornissennest kann bis zu 60 Zentimeter hoch und 40 Zentimeter breit werden.

Ein einmal genutztes Hornissennest wird im Folgejahr nicht wieder besiedelt. Wenn Sie im Winter oder zeitigen Frühjahr ein leeres Nest finden, können Sie es entfernen, solange sicher kein Tier mehr darin sitzt. Prüfen Sie das an mehreren milden Tagen am Flugloch, bevor Sie Hand anlegen. Ist noch Restbetrieb zu sehen, warten Sie lieber ab. Mehr zum Unterschied zwischen ruhenden Wespen- und Hornissennestern steht im Beitrag zum ruhenden Wespennest im Oktober.

Die Hornissenkönigin: Wer den Winter überlebt

Die begattete Jungkönigin ist der einzige Teil des Volkes, der überwintert. Sie verlässt das elterliche Nest, sucht sich ein frostfreies, geschütztes Plätzchen und verfällt dort in eine Winterstarre. In dieser Zeit frisst sie nicht. Im Frühjahr, meist ab April oder Mai, wird sie aktiv, sucht einen geeigneten Nistplatz und gründet ganz allein ein neues Nest. Erst dann beginnt der nächste Kreislauf.

Sind Hornissen im Herbst aggressiv?

Hornissen gelten als friedlich und stechen nur, wenn sie das Nest verteidigen. Der schlechte Ruf kommt eher von der Deutschen und der Gemeinen Wespe. Diese werden im Herbst an Kuchen, Getränken und Mülltüten aufdringlich und stechen leichter zu. Bei Hornissen ist die Lage im Herbst nicht grundlegend anders als im Sommer. Mehr dazu steht im Beitrag zu Wespen im Herbst, die sich anders verhalten als Hornissen.

Das heißt nicht, dass Sie ans Nest gehen sollten. Wird ein Hornissennest gestört, verteidigen die Tiere es energisch. Halten Sie deshalb Abstand von mindestens zwei bis vier Metern, klopfen Sie nicht am Nest, sprühen Sie nicht dagegen und leuchten Sie abends nicht hinein. Wer auf Hornissengift allergisch reagiert, sollte das Nest in Ruhe lassen und sich fachlichen Rat holen.

Hornissen sind geschützt: Was das für Sie bedeutet

Die Europäische Hornisse ist in Deutschland besonders geschützt. Das bedeutet: Sie dürfen die Tiere nicht fangen, verletzen oder töten, und auch das Nest darf nicht einfach entfernt oder zerstört werden. Wenn ein Nest tatsächlich an einer Stelle sitzt, die sich nicht umgehen lässt, darf es nur mit einer Ausnahmegenehmigung der zuständigen Naturschutzbehörde umgesiedelt oder entfernt werden. Das ist praktisch immer Aufgabe eines Fachbetriebs.

In den meisten Fällen ist im Herbst trotzdem kein Handeln nötig. Das Volk löst sich von selbst auf, und das Nest bleibt leer. Wer bis zum Spätherbst wartet, spart Geld und Ärger. Wenn Sie unsicher sind, ob ein Nest noch bewohnt ist oder wie Sie sich verhalten sollen, klären wir das im Rahmen einer Bestimmung und Einschätzung.

Asiatische Hornisse im Herbst: erkennen und melden

Anders liegt der Fall bei der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina). Sie ist eine eingeschleppte Art, die sich in Teilen Deutschlands ausgebreitet hat, und sie wird in vielen Bundesländern als Neozoon gemeldet. Sie ist etwas kleiner und deutlich schlanker als die heimische Hornisse, ihr Bruststück ist überwiegend dunkel, und an ihren Beinen sitzen auffällig gelbe Enden, oft als gelbe Socken beschrieben. Ihr Nest hängt meist frei und hoch oben, häufig in Bäumen.

Die Asiatische Hornisse hat im Herbst denselben Grundzyklus: Auch hier überwintern nur die begatteten Jungköniginnen. Ihre Kolonien können aber größer werden und länger aktiv bleiben. Wenn Sie ein Nest in beträchtlicher Höhe oder Tiere mit gelben Beinenden sehen, melden Sie den Fund der unteren Naturschutzbehörde. Eigene Entfernungsversuche sind sowohl rechtlich als auch praktisch der falsche Weg. Anders als die heimische Hornisse steht die Asiatische Hornisse nicht unter Artenschutz, sondern ist als invasive Art auf der Unionsliste der EU geführt und fällt unter die EU-Verordnung 1143/2014; die Entfernung läuft deshalb über die gemeldete Behörde oder von ihr beauftragte Fachbetriebe. Für den Kölner Raum gibt es zusätzlich eine eigene Einordnung in unserem Beitrag zur Asiatischen Hornisse in Köln.

MerkmalEuropäische HornisseAsiatische HornisseDeutsche Wespe
GrößeArbeiterinnen rund 18 bis 25 mm, Königin bis 35 mmEtwa 17 bis 24 mm, deutlich schlanker als die heimische ArtEtwa 10 bis 17 mm, Königin bis rund 20 mm
FärbungDunkelrotbraunes Bruststück, Hinterleib gelb mit dunklen BindenÜberwiegend dunkles Bruststück, Hinterleib überwiegend schwarz mit einem breiten orangegelben Band am vierten SegmentGelb-schwarz, im Gesicht meist drei schwarze Punkte
BeineRotbraun bis dunkel, keine gelben EndenAuffällig gelbe Enden, oft als gelbe Socken beschriebenGelb-schwarz geringelt
NeststandortHohlräume: Dachböden, Schuppen, Rollladenkästen, NistkästenMeist frei hängend, hoch in BäumenHäufig in Erdhöhlen, Mauerspalten oder Rollladenkästen
VerhaltenFriedlich, verteidigt nur das NestVerteidigt das Nest, Meldung empfohlen bis vorgeschriebenIm Herbst aufdringlich an Zuckerquellen, sticht leichter zu

Wann Sie im Herbst doch handeln sollten

Es gibt Situationen, in denen Abwarten nicht sinnvoll ist:

  • Das Nest sitzt direkt an einem Fenster, an einer Tür oder über einem Eingang, der täglich benutzt wird.
  • Es hängt über einem Balkon, einer Terrasse oder einem Spielbereich, in dem sich Kinder aufhalten.
  • Eine Person im Haushalt reagiert allergisch auf Insektengift.
  • Es handelt sich um die Asiatische Hornisse. Dann ist die Meldung der erste Schritt.
  • Das Nest ist so groß, dass herabfallende Teile oder Kotstreifen zum Problem werden.

In diesen Fällen ist der richtige erste Schritt ein Anruf und keine Eigenaktion. Ein Fachbetrieb prüft, ob eine Umsiedlung möglich und genehmigungsfähig ist, und übernimmt die Abstimmung mit der Behörde.

Was ein fachlicher Einsatz kostet

Beim Hornissennest lässt sich der Preis nicht pauschal nennen. Er hängt vom Standort, der Größe, der Zugänglichkeit und vor allem von der Frage ab, ob eine behördliche Genehmigung nötig ist. Eine belastbare Zahl gibt es erst nach einem Blick vor Ort. SafeHome nennt Ihnen nach einem kurzen Ortstermin einen verbindlichen Preis für den vereinbarten Leistungsumfang, bevor gearbeitet wird. Sie erreichen die Beratung unter 015679682718. Einen Überblick über die üblichen Fälle finden Sie auf der Seite Hornissennest entfernen lassen.

Vorbeugen: Was im Herbst und Frühjahr hilft

  • Kontrollieren Sie im Frühjahr Rollladenkästen, Dachböden, Schuppen und Nistkästen auf überwinternde Königinnen. Wer früh nachsieht, findet einzelne Tiere, nicht gleich ein ganzes Volk.
  • Verschließen Sie Rollladenkästen und Lüftungsschlitze mit feinem Insektengitter.
  • Halten Sie Fenster und Türen an gefährdeten Stellen geschlossen oder sichern Sie sie mit Gitter.
  • Räumen Sie Fallobst im Garten regelmäßig weg. Es lockt im Herbst Hornissen und Wespen an.
  • Lassen Sie süße Getränke und offenes Obst im Freien nicht stehen, wenn Hornissen in der Nähe sind.
  • Greifen Sie nicht selbst zu Spray, Wasserstrahl oder Feuer. Aufgescheuchte Tiere verteidigen sich, und eine Beseitigung ohne Genehmigung ist unzulässig.

Häufige Fragen zu Hornissen im Herbst

Sterben Hornissen im Herbst wirklich?

Ja, das Volk stirbt, aber die Art überlebt. Arbeiterinnen und Drohnen sterben im Herbst, die alte Königin meist schon im Spätsommer. Nur die begatteten Jungköniginnen überwintern und gründen im folgenden Frühjahr ein neues Nest.

Was machen Hornissen im Herbst?

Sie paaren sich, suchen Nahrung und ein Winterquartier. Die Jungköniginnen verlassen das Nest und überwintern einzeln an frostfreien Orten wie Totholz, Mauerspalten oder Dachböden, nie im alten Nest.

Was fressen Hornissen im Herbst?

Hornissen erbeuten Insekten wie Fliegen, Mücken, Raupen, Wespen und Bienen. Wenn keine Brut mehr versorgt wird, nutzen sie zusätzlich zuckerhaltige Nahrung wie Fallobst und reife Früchte.

Wie lange fliegen Hornissen im Herbst noch?

Bis zu den ersten kräftigen Frösten, meist im Oktober bis Anfang November. Unter etwa 10 bis 12 Grad Celsius fliegen sie kaum noch. In milden Lagen sind einzelne Tiere bis in den Spätherbst aktiv.

Verlassen Hornissen im Herbst ihr Nest?

Ja. Zurück bleibt ein leeres, papierartiges Nest aus zerkauten Holzfasern. Es wird im Folgejahr nicht wieder besiedelt und kann entfernt werden, sobald sicher kein Tier mehr darin sitzt.

Sind Hornissen im Herbst aggressiv?

Nicht grundsätzlich. Hornissen stechen vor allem, wenn sie das Nest verteidigen. Den Ruf der Herbstaggressivität haben eher Deutsche und Gemeine Wespen, die jetzt an süßen Speisen aufdringlich werden.

Mehr zum Umgang mit Hornissen steht in unseren Beiträgen zum Erkennen und Einschätzen von Hornissen, zu Hornissen im Dachboden und zu den Kosten eines Hornissennests. Für eine persönliche Einschätzung erreichen Sie uns über die Kontaktseite oder telefonisch.

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